Nachbesprechung Biopsie – Diagnose Brustkrebs!!

Mi, 21.02.2018
12:00 BHS Linz
, nach etwas längerer Wartezeit komme ich zu Herrn H. und einer Krankenschwester in den Untersuchungsraum 10. Herrn H. konnte ich schon zuvor erleben, als eine nette ältere Dame, die sich nicht sicher war, ob nicht auf sie vergessen wurde und den Arzt fragte, ob eh alles passt. Dieser antwortet nur genervt und patzig….

“Sie wissen noch nichts?” war der erste Satz. Und was er danach sagt, kann ich gar nicht mehr so genau wiedergeben. Auf jeden Fall ist es sehr medizinisch nüchtern formuliert und ich habe keine Ahnung wovon er redet.

Triple negativ, sowohl Östrogen als auch Progesteron negativ…… 80% Wachstum, zuerst Chemo, dann OP in ca 5 Monaten. Ich kann einen Gentest machen, aufgrund meines Alters… und aja wie schauts denn mit der Kinderplanung aus? “Eigentlich hät ma schon noch gern ein 2tes vielleicht sogar drittes Kind gehabt“, entgegne ich – “Ja das könne ich mir jetzt abschminken, nach der Chemo sei ich mit ziemlicher Sicherheit unfruchtbar” sagt er. Ich könne die Zeit bis zur Chemo ja noch nutzen für eine Eizellenentnahme.

Ich bin schockiert von dieser Nachricht, mehr sogar als von der Diagnose, und auch von der Art und Weise wie dieser Arzt einem solche Fakten mitteilt. Ich frage ein paar Sachen nach (wegen triple negativ, Hormonen und so, da ich keinen Plan habe was das bedeutet) er antwortet gereizt und patzig, als müsste ich das alles schon wissen und hätte im Medizinstudium nicht richtig aufgepasst.

Ich merke es bringt nicht viel mit ihm zu reden, um ein besseres Gefühl und ein klareres Bild zu bekommen. Die Krankenschwester fährt er auch an, weil sie angeblich einen Termin falsch notiert hat, dabei hatte er es genau so gesagt, wie sie notiert…

Gsd ging der Arzt dann bald mal und ich hatte noch Gelegenheit mit der Krankenschwester zu reden. Sie erklärt mir die nächsten Termine (Foto), Pet CT, MR Mammographie, ClipMarkierung, Port….
Details zu meiner Diagnose ->

Anmerkung im Nachhinein: Während des Gesprächs fing ich erstmals zu weinen an, als das Gespräch auf meinen Beruf kommt. Ich bin selbstständig. Und der mitfühlende Blick der Schwester ist dann glaub ich Anstoß genug, dass die Tränen zu laufen beginnen. Die Krankenschwester (eine BreastcareNurse) war fabelhaft – hat mir gleich einen Termin bei der Krankenhausinternen Sozialarbeiterin ausgemacht um die Details rund um das Thema Selbstständigkeit und Krankheit zu erfragen.
Meine Erfahrung mit diesem Arzt der mir die Diagnose mitgeteilt hatte, hätte mich fast dazu veranlasst das Krankenhaus zu wechseln. Ich bin jedoch sehr froh dass ich das nicht gemacht habe, da ich sonst nur durchwegs positive Erfahrungen bei den Barmherzigen Schwestern gemacht habe.
Herr Dr. H. hat dann später den onkologischen Part meiner OP übernommen (obwohl ich mir eigentlich geschworen hatte, dass ich nichts mehr mit ihm zu tun haben will) und ich muss sagen er ist ein ausgezeichneter Chirurg, nur empathisch hat ers halt nicht so drauf… (Weshalb ich ihn persönlich für Diagnosemitteilungen als eher ungeeignet erachte) Aber es ist immer so – entweder kommt man mit einem Arzt zurecht oder nicht – das ist meist einfach nur persönlicher Geschmack. Und man kann auch immer einfach einen schlechten Tag erwischt haben. Man möchte es zwar nicht wahrhaben, aber Ärzte sind auch nur Menschen und keine Götter in weiß  😉

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