Die Frage nach dem Warum…

Auf diese Frage gibt es soooo viele Antworten und ich habe auch viel Zeit damit verbracht nach möglichen Auslösern für meinen Brustkrebs zu suchen.
Man bekommt oft gesagt – es ist verschwendete Zeit sich darüber Gedanken zu machen warum es einen getroffen hat.

Ich sehe das ein wenig anders.

Ich finde es bringt nichts sich deswegen fertig zu machen, was man getan oder nicht getan hat. Aber wenn ich mich mit dem möglichen Warum beschäftige, weiß ich auch was ich in Zukunft vielleicht anders gestalten will/kann.

„Mir war es lieber zu versuchen mit persönlich weiterzuentwickeln als – vielbetitelt zu kämpfen – ach meine pazifistische Ader ;)“

Mögliche Antworten warum man Brustkrebs bekommt aus unterschiedlichen Sichtweisen:

Schulmedizinisch:
– Übergewicht (check ca. 6 Jahre)
– Rauchen (check ca.  20 Jahre on/off)
– Hormonelle Verhütung (check ca. 16 Jahre)
– spät Kinder bekommen (check mit 32)
– nicht stillen (also das hab ich gemacht 😉 – na bitte wenigstens was – haha )
– Gene (check – BRCA1 Genmutation)

Anmerkung:
Also schulmedizinisch hab ich jede Menge „falsch gemacht“ ;D und ich mach mich deswegen auch nicht fertig – ich habs halt so gemacht – obwohl ich wusste, dass gewisse Sachen nicht gesund sind… jetzt wo ich weiß, dass ich eine Genmutation habe und daher doppelt aufpassen muss – unterlasse ich natürlich all dieses/oder versuche es so gut es geht.
Außer spät schwanger zu werden – das hät ich prinzipiell noch vor.

Neue germanische Medizin
(von der ich mich übrigens ganz stark distanzieren will):
seelischer Konflikt – DHS (Dirk Hamer Syndrom – Schockerlebnis)
bei betroffenen Milchdrüsen – Sorge oder Streitkonflikt mit Kinder oder Mutter wenn die linke Brust (bei rechtshändern) betroffen ist, Sorge oder Streitkonflikt mit Partner, wenn die rechte Brust betroffen ist…
Meines Erachtens gruselig:
https://www.youtube.com/watch?v=lEjFquz6jmQ
bekanntester Fall Olivier Pilhar:
https://diepresse.com/home/panorama/gesundheit/533340/Opfer-und-Medienstar_Der-Fall-Olivia-Pilhar

Anmerkung:
Auch wenn ich die Empfehlungen und die Sichtweise der NGM als gruselig erachte, finde ich schadet es nicht sich tatsächlich mit den Beziehungen zu diesen wichtigen Menschen auseinander zu setzen. Meiner Meinung nach ist jeglicher Stress gesundheitsschädlich und Konflikte mit Mutter, Kind, Partner bedeuten natürlich großen Stress. Aus diesem Grund habe ich auch meine Chemozeit dazu genutzt mir hier alles genau anzuschaun und mögliche Konflikte anzugehen bzw. aufzulösen.
Biopsie: in dem Video wird gesagt, dass sich der Krebs vermehrt wenn er angestochen wird.
Schulmedizinisch gibt es dazu folgende Aussage von meinen Ärzten. Beim Brustkrebs ist das nicht zutreffend, aber in anderen Körperbereichen gibt es da anscheinend wirklich eine Gefährdung – da wird dann aber auch nicht biopsiert (muss ich nochmal genau recherchieren – bitte diese Aussage mit Vorsicht genießen oder selbst nachfragen)

TCM (Traditionell Chinesische Medizin):
energetische Blockade
Anmerkung: habe mich auch mittels Akkupunktur behandeln lassen + zusätzlicher Phytotherapie (chinesische Kräuter). Bei der Phytotherapie war ich mir unsicher, nachdem mir meine Onkologen davon abgeraten haben – mit der Begründung das ginge zu sehr auf die Leber.
Damals hatte ich noch die Einstellung, dass die Schulmediziner einfach blind alle Komplementärmedizinischen Maßnahmen als schlecht befinden. Und da meine Akupunteurin meinte sie habe bisher nie schlechte Erfahrungen gemacht – hab ichs dann doch ausprobiert.
Ergebnis  -> Ich hatte massiven Durchfall und meine Leberwerte verschlechterten sich signifikant innerhalb von 2 Wochen, sodass ich sogar 1 Woche Pause machen musste.
Ich hatte meinen Onkologen nicht gesagt, dass ich die Kräuter nehme und am Anfang hatte ich sogar Angst ich hätte nun vielleicht eine Lebermetastase…

Also im Endeffekt hatte ich durch die Phytotherapie mehr Stress als alles andere (und zusätzlich sind die Kräuter auch nicht recht günstig – vor allem wenn man sie in guter Qualität kauft).
Also !!! Chemo und Phytotherapie gleichzeitig ist einfach zuviel für den Körper und vor allem die Leber… nach der Chemotherapie spricht nichts dagegen, falls es dann noch Bedarf gibt… Ich hab halt jetzt 3 Packungen teurer chinesischer Kräuter daheim herumpurzeln mit denen ich nicht wirklich weiß was ich machen soll :/

Dr. Elfrida Müller-Kainz (aus dem Buch was Krankheiten uns sagen):
Laut dieser Doktorin bekommt man Brustkrebs durch eine ausgeprägte Mutlosigkeit.
Zitat aus dem Buch: „Man möchte sich extrem anpassen und tun, was andere Leute von einem verlangen. Die Angst, dass man die Liebe oder Anerkennung anderer Leute verlieren könnte, lässt eine Selbstdarstellung oder freue Meinunsäußerung nicht zu.“
Meine Erfahrungen hierzu:
Das trifft bei mir aber sowas von zu!
Nichts desto trotz glaube ich aber nicht unbedingt daran, dass das der Grund für meinen Brustkrebs ist. Brustkrebs trifft überwiegend Frauen und davon viele (jede 8te) und ich möchte mich an dieser Stelle weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass starke Anpassung und Mutlosigkeit wohl auch ein häufig auftretendes Frauenproblem ist, das noch aus unserer kulturellen Erziehung resultiert. Also für mich ist das ein Fall von Korrelation und nicht unbedingt kausal.

Wie auch immer: Was gibt es besseres als den Brustkrebs zu nutzen und sich persönlich weiter zu entwickeln. Daher war das einer meiner Hauptarbeitspunkte während und nach meiner Therapiezeit. Ich möchte ehrlicher sein und mutiger. Auch wenn das bedeutet anderen Leuten vor den Kopf zu stoßen oder sie eventuell sogar zu verletzen und somit zu riskieren dass sie mich vielleicht nicht mehr gern haben. Es kostet mir extreme Mühe mit anderen Konflikten einzugehen (außer mit meinem Partner – 😀 – sorry A).
Meine bisherigen Erfahrungen sind durchwegs positiv – keiner hat sich bisher von mir abgewandt nur weil ich ehrlicher war – im Gegenteil die Beziehung hat nun mehr an Nähe gewonnen.

to be continued…

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