KREBSTHERAPIE – Alternativ- vs. Komplementärmedizin

Vor meiner Krebserkrankung habe ich diese 2 Begriffe synonym verwendet. Erst im Laufe der Erkrankung wurde mir der Unterschied bewusst.

  1. Alternativmedizin: Alternative – an Stelle von der Schulmedizin
  2. Komplementärmedizin: begleitend zur Schulmedizin

Anfangs war in meinem Kopf durchaus Raum für den Gedanken der Schulmedizin ganz den Rücken zu kehren und es auf eigene Faust zu probieren.
Interessanterweise hatte ich zum Thema Krebs eine klare Einstellung vorab.

„Wenn ich mal erkranke, dann mache ich keine Chemotherapie – dann möchte ich versuchen ob man es auch anders schafft“

Diese Überzeugung entsprang meiner Abneigung gegenüber Medikamenten (Chemie/synthetische Stoffe), und meiner Neugierde, ob es da nicht einen besseren Weg gibt. Zusätzlich war ich in meinem Kopf bei dem Szenario über 60 Jahre alt. Meine Kinder schon groß und weitgehend frei. In meiner Situation als Mutter eines gerade Mal 3jährigen Sohns, hätte ich mich so ein Experiment nicht getraut…

Ich hatte das Glück, dass ich mit meinem Frauenarzt das Thema besprechen konnte – ohne dass er gleich abwinkte. Er nahm mich ernst und erklärte mir die Problematiken wenn man es auf alternativen Weg probiert. (So viel Angebot, dass man sicht weiß auf welches Pferd man setzen soll, er hat viele Patienten in seiner Laufbahn beobachten dürfen, die es auf alternativen Weg probiert hätten, viele sind nach ein paar Monaten wiedergekommen, zu diesem Zeitpunkt hatte dann aber meist der Krebs schon gestreut und die Überlebensprognosen waren ganz andere.)

Auflistung aller Empfehlungen während meiner Therapiezeit:

  • Kurkumaextrakt
  • Ingwerextrakt
  • Mandelpilze
  • MMS (Mineral Miracle Supplement)
  • Artemisia
  • Kambo: indianisches Ritual mit Sekret aus Giftfrosch (Kambo Erklärung)
  • to be continued…

An alle besorgten Angehörigen:
Es ist wunderbar, dass Ihr euch um uns sorgt und wollt, dass wir wieder gesund werden – ein größeres Geschenk gibt es ja eigentlich gar nicht!
Nichts desto trotz, für MANCHE – so wie für mich – können diese GUT GEMEINTEN RATSCHLÄGE aber auch belastend sein.
Gerade in der ersten Zeit bekommt man so viele neue Informationen – man muss soviel Entscheiden, Organisieren und Verstehen.
Wenn dann noch viele auf einen zukommen mit: „Das kannst du machen“ oder „Mach das“ oder „Das würd ich aber nicht machen“ usw. erhöhrt das oft nur den Druck und die Verwirrung in dieser Zeit.
Daher bitte ich euch:

  1. FRAGT VORHER NACH; OB EIN RATSCHLAG ERWÜNSCHT IST
  2. FORMULIERT DIESEN BITTE SO, DASS BEIM BETROFFENEN KEIN DRUCK ENTSTEHT
  3. UND ERGÄNZT AM BESTEN, DASS IHR NICHT BELEIDIGT SEID, WENN DIESER RATSCHLAG NICHT BEFOLGT WIRD
  4. UND – GEBT DEM BETROFFENEN DAS GEFÜHL, DASS WELCHE ENTSCHEIDUNG AUCH IMMER ER TRIFFT, IHR DIESE VOLL UND GANZ AKZEPTIERT – AUCH WENN IHR VIELLEICHT EINEN ANDEREN WEG GEHEN WÜRDET

 

Interessante Tabelle:

Komplementärmedizin Wechselwirkungen

Komplementärmedizin Wechselwirkungen

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