MEINE Chemotherapie

Chemoplan:

Mein Chemoplan setzte sich wie folgt zusammen:

12 x wöchentlich nabPaclitaxel
und
4 x 2-wöchentlich Epirubicin und Cyclophosphamid

also 20 Wochen – 5 Monate.
Es wurden dann 22 Wochen – circa 5 1/2 Monate. (weil ich 2 x eine Woche pausieren musste/wollte)
Vom 21. März 2018 bis circa 23. August 2018.

 

Was ich glaubte zu erwarten:

  • Ich weiß dass ich glaubte nun 5 Monate gar nichts machen zu können.
  • Ich glaubte 5 Monate Betreuung am Stück für meinen damals 3 Jährigen Sohn zu benötigen.
  • Ich dachte ich werde ganz oft erbrechen und mir würde permant schlecht sein.
  • Ich dachte mir wird es ab der ersten Sekunde, wenn die Chemotherapie in meine Adern rinnt schlecht gehen.
  • Ich dachte ich werde stark geschädigt aus der Chemotherapie raus gehen.
  • Ich dachte Chemotherapie ist rein synthetisch und hat nichts mit natürlichen Substanzen zu tun
  • Ich dachte Chemotherapie ist gleich Chemotherapie – egal welcher Krebs, welches Stadium – jeder bekommt das gleiche…

Das war mein damaliger Blick auf das Thema Chemotherapie.

Wie es wirklich war:

  • Mir ging es NICHT ab der ersten Sekunde schlecht. Die ersten 2 Wochen spürte ich so gut wie gar nichts. Dann wurde es von Woche zu Woche unter nabPaclitaxel ein bisschen stärker. Fühlte sich circa so an als hätte man 1 Mal in der Woche 2 bis 3 Tage eine Grippe.
  • Ich bewegte mich während der Chemotherapie mehr als die Jahre zuvor.
  • Ich konnte während des ersten Blocks mindestens 3 1/2 von 7 Tagen problemlos auf meinen Sohn selbst aufpassen. Die anderen Tage wäre es auch irgendwie gegangen, aber ich hatte das Glück sehr viel Unterstützung zu bekommen, und nahm mir so die Zeit für mich.
  • Ich erbrach ein einziges Mal – und zwar bei der allerletzten Chemo, an dem Tag an dem ich den „Sicherheitsspeibkübel“ gerade weggeräumt hatte. Und zwar weißen Schaum – interressant! 😉
  • Ich konnte Kinderwanderungen mitmachen, ich war ein paar Mal am See, ich ging fast alle meine Wege zu Fuß, wir waren Bärlauchklauben… usw.
  • Beim 2ten Teil der Chemo war es bei mir umgekehrt, da wars vom ersten Tag an sehr stark, und wurde mit der Zeit immer erträglicher. Die erste Gabe EC war bei mir so wie ich es mir für die ganzen 5 Monate vorgestellt hatte. Wirklich sehr schwach, kreidebleich, Übelkeit, Appetitlosigkeit… In dieser Zeit ließ ich mich verwöhnen und bewegte mich kaum, das war ein Fehler.
    Ich bin der festen Überzeugung man sollte soviel man kann in Bewegung bleiben. Nicht Überfordern!
    Aber alles was geht machen. So baut der Körper nicht Muskulatur ab und er bleibt fitter und kann mit der Belastung besser umgehen.
  • Es gab viele schöne Momente und gute Tage in dieser Zeit und ich möchte nicht einen Tag davon missen, vor allem nicht das Gefühl der Dankbarkeit, ob der tollen, liebevollen Menschen um mich herum die mich so unterstützt und begleitet haben!
    DANKE! Ihr seid die BESTEN!!

Eintrag vom 23.08.2019

Deitails zu den bei mir eingesetzten Zytostatika:

folgen noch…

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