Ultraschall Kontrolle und Breast Care Nurses

Mittwoch, 12.02.2020

Ich habe die Verhärtung gleich noch im Jänner bei den BHS abklären lassen.

Die Radiologin meinte beim Ultraschall, das sei der Gelenksknorpel (zwischen Rippe und Brustbein). Warum dieser vergrößert ist, kann sie aber nicht sagen. Eine Entzündung sei im Ultraschallbild nicht zu sehen.
Ich bin zwar beruhigt, dass man nichts Auffälliges sieht, aber die Erklärung reicht mir irgendwie nicht. Ich möchte wissen WAS das GENAU ist. Und nachdems auch beweglich ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass es ein Gelenksknorpel ist.

Heute darf ich dann um 14:00 zur den Breast Care Nurses.
Ihnen möchte ich auch erzählen, dass sich in letzter Zeit die Sehstörungen (Verdacht Augenmigräne) häufen, die ich seit der Chemo habe… Dieses Monat war es aber schon circa 4 Mal der Fall.

Außerdem ist möchte ich nochmals mein Nachsorgeprogramm besprechen. 1x MRT im Jahr erscheint mir irgendwie wenig. Ich hätte zumindest gerne zusätzlich nach einem halben Jahr einen Ultraschall des kompletten Brustbereichs bei einem Experten.

Und ich lasse mir nochmals erklären was man beim Ultraschall gut sieht und was beim MRT, und ob man auch die Bereich in denen sich normalerweise Metastasen bilden (Knochen, Lunge, Leber, Gehirn) hier mituntersuchen kann.

Nachtrag vom Juli 2020: Inzwischen hatte ich meine jährliche MRT Kontrolle und alles war pipifein. Ich hatte mir im Februar noch von meinem Frauenarzt eine Überweisung zum Ultraschall vom gesamten Brustbereich geholt, weil ich gemerkt habe – mir ist das jährliche MRT einfach zu wenig. Zu dieser Zeit hatte ich einfach einige schlechte Nachrichten von Mitpatientinnen erfahren, und daher stieg auch in mir im Nachhinein betrachtet die Unruhe und Besorgnis. Den Ultraschall, habe ich dann wegen der vorherschenden „Corona-Situation“ nicht wahrgenommen, und auch der Kontrolltermin, der in diesen Zeitraum fiehl, wurde nur telefonisch (also ohne Tastuntersuchung) durchgeführt. Aber nachdem dann irgendwie soviel anderes passierte, hat es mich auch nicht mehr wahnsinnig beschäftigt.

Monatliches Brust-Abtasten – Schon wieder was entdeckt

Freitag 31. Jänner 2020

Nachdem ich nun am Ende meiner Periode bin und ich diese Woche auch bei der Tastseminar der Krebshilfe OÖ war, hab ich wieder mal ausführlich getastet.
Gefunden hab ich an der linken Brust 9 Uhr, ein längliches, flaches hartes Ding. Ich glaub, dass es auch schon länger da war, nur dachte ich immer, das ist der Brustmuskel, der noch immer beleidigt ist vom der OP.
Ich kann jedoch druntergreifen und es auch ein bisschen bewegen.
Mir hat mal jemand gesagt: „Wenn mans bewegen kann – dann ist es nix bösartiges.“. Laut Karin Lettner von der Krebshilfe kann auch etwas Bewegliches ein maligner Tumor sein.
Wie immer mach ich mich jetzt nicht verrückt, weil es kann von Narbengewebe bis gutartiges Geschwulst alles sein. Aber ich möchte es auf alle Fälle abklären. Und auch nachfragen, warum ich eigentlich beim letzten Mal keine bildgebende Kontrolle hatte.
Ein Mal im Jahr in MRT ist dann doch etwas wenig find ich… vor allem wenn die ersten 2 Jahre die kritischsten sind und mein Tumor so eine schnelle Wachstumsrate hatte.

Ich werde heute zu den BHS auf Wartezeit gehen.

Ich halt euch am Laufenden!

Entwarnung – nur Talgzyste – Eiseninfusion – dankbar

Mittwoch, 15. Jänner 2020

Gestern war ich bei den BHS zur spontanen Kontrolle. Sie haben mich ohne mich zuvor zu melden oder Termin gleich auf Wartezeit kontrolliert. Frau Dr. M. beim Sono meinte das ist eine 2mm große Talgdrüse/zyste. Kann wieder weg gehen, muss aber nicht.
Völlig harmlos – super!

Eiseninfusion:
Ich erkundige mich noch nach meinem Eisenspeicherwert, der beim letzten Mal abgenommen wurde. Der ist im Keller … 7 …. 10 bis 150 sind normal.
Also ab zum Hausarzt.
Dieser verschreibt mir anstandslos eine Eiseninfusion (kostet 300€). Weil wir ja auch schon öfter oral substituiert haben, ich aber einfach nicht gscheit rauf komme. Das liegt sicher an meiner sehr starken Regelblutung.
Habe erst vor kurzen gelesen, dass eine Menge von circa. 80 ml (also 4 Stamperl) Blut normal sind. bei mir ist das an einem Tag schon circa die 2fache Menge. Mit der Menstruationstasse – ist mir das erstmals so richtig bewusst geworden wie viel das ist.
Mit dem Rezept ab in die Apotheke. Und 2 Stunden später häng ich schon an der Infusion, und bin einfach nur dankbar, dass ich in einem Land wie Österreich lebe, in einem äußerst kompetenten Brustzentrum betreut werde und einen so tollen Hausarzt habe ❤

Stecknadelgroßes Knötchen in rechter Achsel entdeckt

Montag, 13.01.2020

Am Wochenende habe ich ein hartes kleines Knötchen in meiner rechten Achsel auf circa 5 Uhr entdeckt. Es befindet sich direkt unter der Haut. Es ist jedoch keine Pore entzunden, oder irgendetwas anderes was auf einen Pickel hindeutet. Generell war er schmerzfrei, jedoch nach vielem Herumdrücken, tuts schon ein wenig weh.
Ich beschließe am Dienstag zu den BHS Linz zur Kontrolle zu gehen.
Warum nicht gleich montags. Dienstags ist auch meine Chemokollegin M. im KH zum Ultraschall, weil sie bei Ihr im PET CT eine auffällige Stelle am betroffenen Busen entdeckt haben.
Generell wollte ich sowieso ins KH, nachdem mir der Eisenspeicherwert per Telefon nicht gesagt wird und die Kurzatmigkeit noch immer nicht ganz weg ist. Heute bin ich jedoch wirklich verkühlt und fühle mich auch angeschlagen. Vielleicht kommt jetzt der Infekt raus der da schon länger steckt?

Da heißts jetzt Daumen drücken, dass es nix hat bei uns 2!

2018 – 2019 ein Rückblick

Dienstag, 31.12.2019

Was ich mir von 2020 wünsche?
Am meisten wünsche ich mir, dass ich dieses Jahr wieder mehr Tage gesund verbringe.

2018 war ich circa 6 Monate im Krankenstand (Brustkrebstherapie), 2019 circa 4 Monate (2 mittelgradige bis schwere depressive Episoden)…
Nun möchte ich ein gesundes, ausgeglichenes, spannendes und lustiges Jahr beschreiten.

Natürlich hat man das mit der Gesundheit nicht 100% in der Hand, aber ich kann einiges dazu beitragen.

Ein Knackpunkt dieses Jahr war mit Sicherheit meine – JA ICH BIN WIEDER GESUND EUPHORIE – die mich (gefühlt) Bäume versetzen ließ.
Aus diesem Grund hab ich mir soviel gleichzeitig angefangen. Man muss ja schließlich sein gesamtes Leben umkrempeln nach so einer Erkrankung 😅
Alles fühlte sich gut an und flutschte… aber es war in Summe zu viel, daraus entstand Dauerstress und dann noch Hormonschwankungen durch den endenden künstlichen Wechsel und somit rächte es sich dann mit den depressiven Episoden.

Gerade hab ich wieder dieses euphorische Gefühl, und ich möchte wieder 100 Dinge gleichzeitig machen. Nachdem ich Oktober und November hauptsächlich im Bett verbracht habe. Ich muss mich zwingen mich hinzusetzen und Pause zu machen.
Die Antidepressiva gehören noch richtig eingestellt und ich muss Wege finden, zwischen Ent- und Anspannung zu wechseln.

Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass mir das gelingen wird!

Hatte jemand von euch auch das Problem, dass er nach der Krebserkrankung alles umkrempeln wollte, bzw. kennt ihr das Hoch nach einer so langen Krankheitsphase.
Oder habt ihr auch mit Depressionen zu kämpfen?

Ich wünsche Euch auf alle Fälle heute einen guten Rutsch und ein fabelhaftes, bezauberndes, herausforderndes und vor allem gesundes/gesundendes 2020
nadja

Vierteljahreskontrolle bei den BHS

Montag, 16.12.19

Heute ist wieder vierteljährliche Brustkontrolle bei den BHS Linz.

Letzte Woche hatte ich Eierstockkontrolle beim Frauenarzt – sieht alles schön aus!

Blutabnahme – und dann Besprechung bei Fr. Dr A-E. Das Blutbild ist noch nicht komplett fertig, aber die Leberwerte sind schon da, und die sind erhöht. Ich sage ihr, dass ich eine neue Medikation (da ich zwischenzeitlich wieder eine mittelgradige bis schwerde depressive Episode hatte) habe nämlich 50mg Sertralin morgens und 30mg Mirtabene auf Nacht. Das kann natürlich die erhöhten Werte erklären. Sie möchte jedoch sicherheitshalber einen Ultraschall der Leber machen.

Ich berichte auch noch von meiner Kurzatmigkeit. Sie meint es könnte ein Infekt sein, wenn ich in 2 Wochen (also insgesamt dann 3 Wochen) noch immer kurzatmig bin, soll ich zum Lungenröntgen kommen. Könnte auch gleich – aber ich denk mir da wart ich lieber, und es könnte wirklich passen mit dem Infekt… bin a bissi verschnupft und letzte Woche hab ich mich auch ein wenig kränklich gefühlt… ein paar Röntgenstrahlen sparen 😁

Sie weißt mich noch darauf hin, dass mein Eisenspeicherwert im Juni sehr niedrig war. Ob ich wenig Fleisch esse – ja. Wenn er diesmal wieder niedrig ist könnten wir da was geben.

Ich glaub wenn er diesmal niedrig ist schau ich mir mal das mit den Eiseninfusionen an.

Lebersono auf 4F: Alles gut – Leber schaut pipifein aus!

Nächste Kontrolle ist am 16. März und am 16. Juni ist MR-Mammografie (zwischen 7. und 14. Tag der Regelblutung) vorgesehen und am 22.06 dann die Nachbesprechung.

Falls die Blutung nicht passt, soll ich mich nochmals melden.

Mein Blutbild ist derweilen fertig. Tumormarker sind ok. Hämoglobin und Hämokrit jedoch unten.

Möchte daher nochmals mit der Ärztin sprechen. Nicht dass das mit dem Eisenmangel zusammenhängt…
Den Eisenspeicherwert bekomme ich dann auch wenn ich in 2 Wochen anrufe.

Tag 4 nach OP – wieder ein Stück mobiler, 2ter Venflon weg

Sonntag, 16.09.2018

Heut rinnt mir bei der Antibiotikagabe auch auf der linkn Seite was seitlich raus wie gestern rechts, deshalb kommt jetzt auch der Venflon weg und ich werde auf  Antibiotikatabletten umgestellt… Schmerzinfusion hab ohnehin schon seit Freitag nimma gebraucht.

Wieder ein Drum weniger 👍🌞

Nachmittags kommen Manu und Sebastian und wir ratschen kamot dahin. Momentan belager ich schon den halben Tisch mit meinen ganzen Blumen und die Süßigkeitenlade wird auch immer voller 😉 ❤

Und es stellt sich wieder dieses überwältigende Gefühl von Dankbarkeit ein. Bei den vielen Leuten die sich bei mir melden, mir alles gute Wünschen, mich besuchen, mich beschenken, mich unterstützen – sooo schen he!!! ❤

Abends wag ich dann mit A und F (Partner und Kind) den Gang bis zum Eingang – eigentlich hätten wir die näher gelegene Sonnenterasse gesucht, aber erfolglos 😉

Das hingehen is ma schon rech anstrengend, daher setz ma uns ersmal in den Innenhof, Ferdi füttert Vögel und nach einer Pause wieder zurück.

Den Abend verbring ich mit den Gilmore Girls… 7 Staffeln sind nun geschaut und jetzt geb ich mir noch mal dieses 1 Jahres Ding und dann schau ich ma des 10 Jahr nimma an – haha – Gilmoreoverload 😅

Tag 3 nach OP – Vormittags Einbruch 

Freitag, 14.09.2018

Vormittags nach der Antibiotikainfusion (bekomm ich 3 Mal täglich solange die Drainagen noch drinnen sind) beginne ich Schmerzen zu spüren (so wie immer nach ein paar Stunden nach der letzten Schmerzinfusion) ich will nicht gleich was nehmen um einfach mal zu schaun wies sich entwickelt und aushaltbar ist… nach einem Zeiterl fühl ich mich aber zusätzlich so fertig, dass mir einfach die Tränen runterlaufen. Ich bekomm Schmerzmittel und werd nochmal extra umpflegt… dann ist wieder besser.

Anmerkung im Nachhinein: Jetzt weiß ich, dass dieser emotionale plötzliche „Zusammenbruch“ vom Cortison kam. Das haben sie mir bei der OP verabreicht, weil ich beim Fragebogen angekreuzelt hab, dass ich leicht mit Übelkeit reagiere. Und nachdem ich auf Cortison mit Schlafmangel und depressionsähnlichen Zuständen reagiere – dürfts das gewesen sein.

Ein bisschen erinnert es mich an den “Zusammenbruch” 2 Tage nach der Geburt, da war ich auf so erschöpft und fertig, weil ich die ganze Zeit über, wenn überhaupt nur so im Halbschlaf war. Und bis jetzt hatte ich auch keinerlei Tiefschlafphasen. Nachmittags is dann wieder besser.

Essen: Mittwochs hab ich den ganzen Tag gar nichts gegessen, gestern und heute nur ein bisschen, weil erstens das Essen selbst sehr anstrengend ist und der Körper selbst grad auch genug mit was Anderem beschäftigt ist.

Aufstehen: noch mit der Schwester aufs Klo, ich glaub 4 Mal heute, und heut wird mir sogar von der Schwester der Popsch abgewischt nach dem ersten Mal Stuhlgang nach der OP.
EF (mein Sohn) – ich versteh dich jetzt nochmal so viel besser warum du nicht magst, dass man auf dir herumwischt 😉

Das erzähl ich ihm dann auch beim Besuch am Nachmittag mit A (mein Partner) und meiner Schwester.

Vormittags kommt meine Chemokollegin S. zu Besuch und erzählt mir, dass nochmal nachoperiert wurde letzte Woche, weil beim unteren Schnitt die Haut nicht passte.

Unterhaltung: ich bin noch so mit mir selber beschäftigt, dass ich bis jetzt weder Buch, Handy noch sonst irgendeine Unterhaltung brauche. Besuch is mir auch no schnell anstrengend obwohl ich mich natürlich freue.

Pflege: Morgens kommen die Schwestern zum Waschen – noch im Bett mit Waschlappen. Thrombosestrümpfe werden gewechselt, Nachthemd wird gewechselt, und später bekomm ich auch noch von der Rechten-Brust-Chirurgin (Fr. Dr. T) den Verband gewechselt. Da sind sie die Frankensteinbrüste – haha. Die drangenähten Brustwarzen schaun natürlich wild aus mit ihrer dunkelrot-bläulichen Färbung aber der Rest schaut schön aus, zumindest von oben… bis jetzt keine Blutergüsse oder dergleichen.

Schmerzen: ich werde nun auf 3 Mal täglich fix Tropfen eingestellt, damit i an gewissen Pegel hab, und wenn i zusätzlich was brauche, dann soll ich schreien. Abends verlang ich dann noch nach was zusätzlichem und bekomm eine Seractiltablette. Am unangenehmsten ist dieser Druckschmerz links außen ca. 10 cm unter der Achsel. Da wurde weder geschnitten noch sonst was, aber vielleicht liegen da einfach die Drainagen blöd… und nachdem die ja auf Sog sind…

 

Tag 2 nach OP – Liegen, Beinmanschetten weg, Katheter weg

Donnerstag, 13.09.2018

Heut fühl ich mich nachwievor recht tüt und fertig.

Die Beinmanschetten kommen beim morgentlichen Waschen weg. Und mir wird erst bewusst wie eingeschränkt ich bin. Aufsitzen is erstmal nur mit Hilfe möglich… da ich nur mittels Bauchmuskeln aufsitzen kann und dafür bin ich noch zu schwach. alles muss in Unterarmradius Reichweite sein. Aufstehn mit Hilfe um den Kreislauf anzukurbeln. Nachmittags kommt meine Schwester mit Ef (mein Sohn) zu Besuch. Ich fürcht mich ein wenig mit all den Schläuchen und mit nicht funktionierenden Armen, dass mir Ef wo unabsichtlich draufhaun könnt.

Er is natürlich brennend an meinen Drainagen interessiert – was da rauskommt usw. Ich erklär wieder mit einfachen Worten. Dann setzt er sich aufs Bett zwischen meine Beine, da is natürlich der Katheter super spannend. Wir überstehen den ersten Besuch ohne herausgezogener Schläuche und Blessuren. Und es hat ihn auch nicht gegruselt.

Danach fällt mir auf, dass der Katheter nimmer richtig liegt. Hab an Druck auf der Blase und es rinnt a bissi was daneben. Daraufhin gehen die Schwestern mit mir aufs Klo und ziehn den Katheter. Ich darf anfangs nur mit Hilfe aufs Klo gehen… kann zb auch keine Türschnalle runterdrücken.

Ich trinke aus Schnabelbechern, kann mir selber nicht aus dem Krug einschenken, kann mir nicht selbst den Polster richten, kann nur am Rücken liegen und schwitze recht, weshalb das Liegen auf Dauer recht unangenehm ist… aber ich hab heut schon 2 Drümmer wegbekommen und das is gut.

Mittags füttert mich sogar meine Zimmerkollegin, weil ich zu schwach bin, und aufgrund meiner Bewegungseinschränkungen.

Muss sagen, hab nicht damit gerechnet, dass ich so pflegebedürftig sein werde!

 

Tag der OP – alles gut überstanden – keine Lymphknoten befallen 👌👌👌

Mittwoch, 12.09.2018

Ab Mitternacht bin ich nüchtern, Schlaf war ok, bin halt alle 2-3 Stunden mal aufgewacht. Tagwache um 5:30. Morgentoilette, sexy Thrombosestrümpfe angezogen, super sexy OP-Nachthemd und um 6:30 werd ich dann mit dem Bett abgeholt und nochmals zur Nuklearmedizin gebracht.

Dort macht ein Apparat Bilder von meinem radioaktiv markierten Wächterlymphknoten. Eine 50x40cm Platte wird ganz nah an meinen Oberkörper und Kinn gefahren und diese dreht sich dann einmal um mich rum, dann noch 2 Mal in eine kurze Röhre rein und nach 10 Minuten still liegen is es dann auch schon fertig. Diese Platte so ganz nah an mir dran löste a bissi a klaustrophobisches Gefühl aus, aber war bewältigbar und ansonsten hatte ich noch meinen typischen Reizhusten wenn ich stillhalten muss 😞

Dann werd ich nochmal zum Toilettengang aufgefordert und lege mich wieder in mein Bett am Gang und bekomme die liebe “Mir-is-alles-wurscht-Pille“ 😊

An den OP Raum kann ich mich nur noch peripher erinnern, nur daran das dort eine nette Stimmung herrschte. OP-Beginn war mit 8:15 angesetzt.

14:30: das nächste was ich mitbekomme ist, dass ich in den Aufwachraum geschoben werde und irgendwer sagt dass es halb 3 ist.

Ich frag nochmal nach wie spät es ist, und ob es leicht Komplikationen gab, weil ich so lang operiert wurde. Der Mann der mich beobachtet schaut in sein Mapperl und meint. Nein alles gut verlaufen. Und zählt 1, 2 , 3, 4, 5 h … 4 war der Plan… wahrscheinlich hams einfach a bissi später begonnen, oder a Mittagessen dazwischen eingelegt 🤣

Ich weiß das ich im Aufwachraum über und über happy war, dass ich wieder aufgewacht bin, und das ich mich innerlich voll fit gefühlt hab, wenn ich aber versucht habe zu reden is ma gleich aufgefallen, dass ich no ganz daneben bin. Der Mann meinte noch ich bin ungewöhnlich munter… nach 5 Minuten gefühlter Wachzeit, heißt es auch schon dass es halb 4 ist. Ich glaub mir hat auch jemand gleich mitgeteilt, dass der Wächterlymphknoten nicht befallen war und deshalb nur der eine rausgenommen wurde und das alles gut gegangen ist.

Um 16:20 bin ich dann am Zimmer und rufe A. (meinen Partner) an. Ein zweiter Anruf ist mir zu anstrengend, daher bitte ich A. (meinen Partner) meine Schwester anzurufen und sie informiert dann den Rest der Familie.

Die Chirurgen kommen auch gleich nach mir schaun Fr. Dr. Kn. war für meine linke Brust zuständig und Frau Dr. T. für die rechte. Jeder schaut sich seine Brust an. Sie drücken drauf – alles weich – passt! Ich darf meine Brustmuskeln nicht verwenden, weil diese ja angehoben wurden um die Implantate drunterzuschieben. Also Arme nicht heben, sich nicht aufstützen, nicht hochziehen…

Ich habe einen Katheder (nachdem ich erstmals nicht hochkomme) und an den Beinen so lustige Dinger die sich permanent vom Fuß bis zum Oberschenkel rauf wie Blutdruckmanschetten zusammenziehen. Im Aufwachraum glaubte ich mir wird am Oberschenkel der Blutdruck gemessen… erst später hab ich dann gecheckt, dass ich am Arm eh eine Blutdruckmanschette hab und das was anderes ist. Venflons hab ich auf beiden Seiten am Handrücken. Da bekomm ich jetzt auch 3 Mal am Tag eine Antibiotika-Infusion rein und bei Bedarf Schmerzmittelinfusionen.

Und dann sind da noch die Drainagen links und rechts – Schläuche die direkt aus der Wunde rauskommen, und bei denen mit Sog das Wundsekret abläuft.

A. kommt dann noch zu Besuch, aber ich bin no gscheit tüt und tu mir schwer beim Reden. Der restliche Tag ist dann so ein Dauer Halbschlafzustand… kein tiefer Schlaf aber auch kein wirkliches Wachsein…

 

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