Tag 3 nach OP – Vormittags Einbruch 

Freitag, 14.09.2018

Vormittags nach der Antibiotikainfusion (bekomm ich 3 Mal täglich solange die Drainagen noch drinnen sind) beginne ich Schmerzen zu spüren (so wie immer nach ein paar Stunden nach der letzten Schmerzinfusion) ich will nicht gleich was nehmen um einfach mal zu schaun wies sich entwickelt und aushaltbar ist… nach einem Zeiterl fühl ich mich aber zusätzlich so fertig, dass mir einfach die Tränen runterlaufen. Ich bekomm Schmerzmittel und werd nochmal extra umpflegt… dann ist wieder besser.

Anmerkung im Nachhinein: Jetzt weiß ich, dass dieser emotionale plötzliche „Zusammenbruch“ vom Cortison kam. Das haben sie mir bei der OP verabreicht, weil ich beim Fragebogen angekreuzelt hab, dass ich leicht mit Übelkeit reagiere. Und nachdem ich auf Cortison mit Schlafmangel und depressionsähnlichen Zuständen reagiere – dürfts das gewesen sein.

Ein bisschen erinnert es mich an den “Zusammenbruch” 2 Tage nach der Geburt, da war ich auf so erschöpft und fertig, weil ich die ganze Zeit über, wenn überhaupt nur so im Halbschlaf war. Und bis jetzt hatte ich auch keinerlei Tiefschlafphasen. Nachmittags is dann wieder besser.

Essen: Mittwochs hab ich den ganzen Tag gar nichts gegessen, gestern und heute nur ein bisschen, weil erstens das Essen selbst sehr anstrengend ist und der Körper selbst grad auch genug mit was Anderem beschäftigt ist.

Aufstehen: noch mit der Schwester aufs Klo, ich glaub 4 Mal heute, und heut wird mir sogar von der Schwester der Popsch abgewischt nach dem ersten Mal Stuhlgang nach der OP.
EF (mein Sohn) – ich versteh dich jetzt nochmal so viel besser warum du nicht magst, dass man auf dir herumwischt 😉

Das erzähl ich ihm dann auch beim Besuch am Nachmittag mit A (mein Partner) und meiner Schwester.

Vormittags kommt meine Chemokollegin S. zu Besuch und erzählt mir, dass nochmal nachoperiert wurde letzte Woche, weil beim unteren Schnitt die Haut nicht passte.

Unterhaltung: ich bin noch so mit mir selber beschäftigt, dass ich bis jetzt weder Buch, Handy noch sonst irgendeine Unterhaltung brauche. Besuch is mir auch no schnell anstrengend obwohl ich mich natürlich freue.

Pflege: Morgens kommen die Schwestern zum Waschen – noch im Bett mit Waschlappen. Thrombosestrümpfe werden gewechselt, Nachthemd wird gewechselt, und später bekomm ich auch noch von der Rechten-Brust-Chirurgin (Fr. Dr. T) den Verband gewechselt. Da sind sie die Frankensteinbrüste – haha. Die drangenähten Brustwarzen schaun natürlich wild aus mit ihrer dunkelrot-bläulichen Färbung aber der Rest schaut schön aus, zumindest von oben… bis jetzt keine Blutergüsse oder dergleichen.

Schmerzen: ich werde nun auf 3 Mal täglich fix Tropfen eingestellt, damit i an gewissen Pegel hab, und wenn i zusätzlich was brauche, dann soll ich schreien. Abends verlang ich dann noch nach was zusätzlichem und bekomm eine Seractiltablette. Am unangenehmsten ist dieser Druckschmerz links außen ca. 10 cm unter der Achsel. Da wurde weder geschnitten noch sonst was, aber vielleicht liegen da einfach die Drainagen blöd… und nachdem die ja auf Sog sind…

 

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